ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung, Science Fiction-Hörspiel



Leo Szilard

Die Stimme der Delphine


Vorlage: The Voice of the Dolphins (Erzählung, amerikanisch)

Bearbeitung (Wort): Walter Knaus

Technische Realisierung: Bernd Lossen, Gudrun Nicklaus


Regie: Walter Knaus

Erkenntnisse aus der Delphinforschung verhelfen der Welt zu Abrüstung und dauerhaftem Frieden. In einem von den beiden Supermächten gemeinsam gegründeten biologischen Forschungsinstitut in Wien ist es gelungen, mit Delphinen in Kommunikation zu treten, die sich dem Menschen an Intelligenz als weit überlegen erweisen. Mangels eigener praktischer Möglichkeiten schlagen sie biologische Versuche vor, so dass die Wissenschaftler sich mehr und mehr darauf beschränken müssen, die von den Delphinen erdachten Experimentiervorschläge durchzuführen. Ihre Ergebnisse verhelfen dem Institut in aller Welt zu geradezu märchenhaftem  Ansehen. Mit der Eröffnung einer eigenen Rundfunk-Senderkette, der "Stimme der Delphine", bekommt das Institut ein machtvolles publizistisches Werkzeug in die Hand. Durch Züchtung einer billigen und proteinreichen Algenmutation gelingt es den Delphinen, das Problem der Welternährung und nebenbei auch das der Überbevölkerung zu lösen.  Da beschließt man, ihnen auch die politischen Probleme anzuvertrauen. Der Empörung der Fachleute zum Trotz können sie durch geschicktes Taktieren die politische Situation in der 3. Welt stabililisieren und einen drohenden West-Ost-Konflikt deeskalieren. Was die Öffentlichkeit den Wissenschaftlern nie abgenommen hätte, glaubt man den Delphinen nur allzu bereitwillig. Geld erweist sich im Getriebe der Politik als erstklassiges Schmiermittel, und die Delphine machen von ihrem Reichtum aus Lizenzgebühren und Aktiengewinnen im Algengeschäft bedenkenlos Gebrauch. Nachdem Staatsmänner mit hohen Summen aus der Politik weggelockt worden sind, wird durch einen ebenso unkonventionelle wie wirksame Rüstungskontrolle der Weg frei für ein internationales Rüstungsabkommen. Der Weltfriede ist auf lange Zeit hinaus gesichert. Freilich gibt es Menschen, die bestreiten, dass Delphine irgendeinen Anteil an den hervorragenden Leistungen hatten; aber hätte das Intitut je so Bedeutendes leisten können, wenn ihm nichts anderes zur Verfügung gestanden hätte als die Begabung von ein paar russischen und amerikanischen Wissenschaftlern? (Pressetext aus: Hörst G. Tröster: Science Fiction im Hörspiel. 1947-1987. Deutsches Rundfunkarchiv 1993)

A
A

Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Jürgen GoslarProfessor Gamov
Karl FriedrichReporter
Walter Andreas SchwarzClay
Eva KramerMary
Ernst DietzProfessor White


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Süddeutscher Rundfunk 1967

Erstsendung: 21.02.1967 | 73'26


Darstellung: