Originalhörspiel

Autor/Autorin: FALKNER

Der Vogel, der Vogel

Manifest 51

Komposition: Manfred Engelmeyer
Dramaturgie: Isabel Platthaus, Hannah Georgi
Technische Realisierung: Gertrudt Glosemeyer, Sebastian Nohl
Regieassistenz: Roman Podeszwa

Regie: FALKNER

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Vincent GlanderDer Vater
    Anja LaisDie Mutter
    Vanessa LoiblMatilda
    Lukas RüppelTomas
    Janina StopperIda

In einem abgeschiedenen Haus, von einem hohen Zaun umgeben, leben drei Kinder. Abgeschirmt und streng bewacht vor der Außenwelt. Bis die Welt selbst über den Zaun drängt. Als Grenze für die Welt von Ida, Matilda und Tomas haben ihre Eltern den unüberwindbaren Zaun gesetzt. Die Eltern schüren Angst vor der Welt jenseits des Zaunes: Dort draußen leben wilde Tiere, vor denen sie sich schützen müssen. Drinnen herrscht ein strenges Regelwerk, dem sich alle unerbittlich unterordnen müssen. Die kleine Gemeinschaft schottet sich ab, und doch sind alle Gedanken auf das Außen gerichtet. Und dieses Außen drängt herein: Immer wieder kommen Vögel in den Garten. Woher kommen diese Vögel? Was haben diese Vögel gesehen? Durch die Freundschaft zu einem der Vögel beginnt Tomas Zweifel an der inneren Logik seiner Familie zu hegen. "Der Vogel, der Vogel" ist eine beklemmende Parabel, ein grausames Märchen - und ein Manifest. Denn die österreichische Autorin und Performerin FALKNER versteht ihre Arbeit als Gesamtkunstwerk und veröffentlicht weder Beiträge, noch Bücher oder Hörspiele, sondern Manifeste. Sie sucht über alle Gattungsgrenzen hinweg nach Ausdrucksformen, Texte mit performativen, theatralisch-deklamatorischen Mitteln zu inszenieren. 

Weitere Informationen
FALKNER, 1970 als Michaela Falkner in Österreich geboren, Schriftstellerin, Dramatikerin, Hörspielregisseurin, lebt in Wien und Algier. Promotion in politischer Psychologie. Für ihr Hörspiel »Manifest 44 / DER SCHWARZE TRAUERZUG, AMSEL, DROSSEL, FINK UND STAR, DER RABE, DER RABE, DER UHU, DER UHU« wurde sie 2015 mit dem Ö1-Hörspielpreis der Kritik ausgezeichnet.

Janina Stopper spricht die Rolle der Ida (Archivfoto)
© WDR/Sibylle Anneck
Janina Stopper spricht die Rolle der Ida (Archivfoto) © WDR/Sibylle Anneck

Produktions- und Sendedaten

  • Westdeutscher Rundfunk 2016
  • Erstsendung: 19.01.2017 | WDR 3 | 47'51

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