ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel, Mundarthörspiel



Broder M. Ketelsen

De Fischer von Pöhl

Niederdeutsches Hörspiel


Sprache des Hörspiels: niederdeutsch


Technische Realisierung: Kurt Gehrck, Birgit Gall

Regieassistenz: Sylvia Dudek


Regie: Rolf Becker

Das zweite Hörspiel des in Nordfriesland lebenden Autors hat wiederum einen Stoff aus der Vergangenheit zur Grundlage. Das Problem allerdings, um das es geht, macht auch heute noch vielen Menschen in unserem Land das Leben schwer: es ist die Angst vor allem Fremden.

In dem kleinen Ort Pöhl an der schleswigholsteinischen Küste siedelt sich ein Fischer aus einer anderen Region Norddeutschlands an und bemüht sich, dort seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Was heutzutage unter dem Stichwort "Ausländerfeindlichkeit" beschrieben wird, nahm damals vor knapp 200 Jahren in der aggressiven Abneigung gegen alle "Butenlänner" Gestalt an; die festgefügte und traditionsbewußte Dorfgemeinschaft lehnt den Fremden ab und versucht auf alle erdenkliche Weise, ihm das Leben schwerzumachen, um ihn auf diese Weise zur Rückkehr in seine Heimat zu zwingen. Die Ablehnung gegen den "Eindringling" ist nicht zuletzt deshalb fast unüberwindbar, weil es sich um einen einfachen Fischer handelt und nicht um einen reichen Bauern oder auf andere Weise Privilegierten.

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Wolfgang SchenckJan Baayens, Fischer
Ursula HinrichsTelse, seine Frau
Karl-Heinz KreienbaumJanne Carstensen, Bauer und Ortsvogt
Frank GrupeAnton, sein Sohn
Manfred ReddemannPastor Holz
Ernst GrabbeMartin, Bauer und Bohlsmann
Thomas SchiestlChristian, Bauer und Bohlsmann
Jens ScheiblichFiete Bornstedt, Landarbeiter und Gemeindeschreiber
Christine BrandtMartha, Magd
u.a.


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Radio Bremen / Norddeutscher Rundfunk

Erstsendung: 12.12.1983 | 48'52


Darstellung: