Originalhörspiel

Autor/Autorin: Andreas Liebmann

wie man noma überlebt

Komposition: Matthias Meppelink
Redaktion: Martina Müller-Wallraf
Dramaturgie: Jan Buck
Technische Realisierung: Matthias Fischenich, Barbara Göbel
Regieassistenz: Leyla Margareta Jafarian, Christin Stühlen

Gesprächsteilnahme: Leila Srour, Eva Rüegg, Brigitte Petit-Cuenod

Regie: Andreas Liebmann

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Astrid MeyerfeldtStimme (Magen/Reisetagebuch/Hungerlied)
    Therese DürrenbergerAlte Frau (deutschschweizer Akzent)
    Patrick Balaraj YogarajanMännerstimme (hochdeutsch)
    Aurélie ThépautJunge Frauenstimme (französischer Akzent)
    Dmitri AlexandrovJunge Männerstimme (polnisch/russischer Akzent)
    Ruben BrinkmanMännerstimme (holländisch/flämischer Akzent)
    William RussMännerstimme (englisch)/Männerstimme Black
    Carlos LoboMännerstimme (spanischer Akzent)
    Jens KlugMännerstimme (dänischer Akzent)
    Daniel BergerMännerstimme (kölnischer Akzent)
    Sean McDonaghIrische Stimme
    Kerstin FischerAbsage
    Michael MüllerZitator
    Maria AmannDeutsche Frauenstimme

NOMA, das ist der Name eines weltberühmten, teuren Restaurants in Kopenhagen. Aber auch der Name einer Krankheit, die durch Hunger und Mangelernährung ausgelöst wird.

Kräuter vom Wegesrand, Wurzeln, Moos, Waldameisen – die "Neue Nordische Küche" zelebriert die Wiederentdeckung so abseitiger wie alltäglicher Naturprodukte für die Küche und stieg damit in die Liga der internationalen Spitzencuisines auf.

Ein paar Tausend Kilometer südöstlich dagegen ist in einem abgelegenen Dorf in Laos der Reisvorrat regelmäßig viel zu früh im Jahr aufgebraucht. In solchen Situationen machen sich die Bewohner in die Wildnis auf, um Nahrung zu finden, die sie vor dem Verhungern rettet. Sie bringen zurück: Waldameisen, Moos, Wurzeln, Kräuter vom Wegesrand.

Zwei Welten treffen aufeinander: NOMA, das weltberühmte Restaurant, und Noma, die Krankheit, durch Hunger und Mangelernährung ausgelöst. Sie tritt vor allem in sogenannten Entwicklungsländern auf und trifft Menschen, die in Armut leben, insbesondere Kinder. Zu Beginn leicht zu behandeln, beginnt die Krankheit ab einem bestimmten Zeitpunkt, buchstäblich das Gesicht des Betroffenen aufzufressen.

"Mit den Augen eines Hungernden schaue ich auf die Welt", sagt ein berühmter Koch. "In meiner Vorstellung verwandle ich alles, was ich sehe, in eine Mahlzeit."

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel

Produktions- und Sendedaten

  • Westdeutscher Rundfunk 2018
  • Erstsendung: 06.10.2018 | WDR 3 | 51'11

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