Originalhörspiel, Collage
Autor/Autorin:
Jörg Buttgereit
Satan was a Lady
Redaktion: Natalie Szallies
Technische Realisierung: Jonas Bergler
Regie: Jörg Buttgereit
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Rolle/Funktion Gertie Honeck Doris Marlena Keil Andrea Christian Brückner Chuck Norman Matt Erzähler Bibiana Beglau Erzählerin Wolfgang Condrus Kritiker Jürgen Mai Manager
Die wahre Geschichte von Doris Wishman, Queen of Sexploitation
Doris Wishman hat in ihrer Karriere um die 30 Filme im Alleingang realisiert. Damit hat sie
zwischen 1960 und 2002 mehr Filme gedreht als jede andere Regisseurin auf dieser Welt.
Dennoch sind Feministinnen nicht wirklich glücklich mit ihr: denn Doris Wishman war die
Queen of Sexploitation.
Sie war die erste Filmemacherin, die schon 1960 angefangen hat, schamlose Nudistenfilme
und später schmuddelige Sexfilme zu drehen. Dabei war sie verantwortlich für die gesamte
Produktion, schrieb das Drehbuch, castete die Darsteller, führte Regie und machte den
Schnitt. Ihre Werke trugen klangvolle Titel wie „Bad Girls Go to Hell“, „Teuflische Brüste“,
„Dildo Heaven“ oder „Satan Was a Lady“.
Wer war diese tapfere Frau, die sich nach dem plötzlichen Tod ihres Ehemannes in den
prüden 60er Jahren in einer von Männern dominierten Filmwelt behaupten konnte? Warum
hat sie ausgerechnet Sexfilme gedreht, und wie konnte sie ihre angeblich
„moralzersetzenden“ Werke vor den Sittenwächtern retten?
Das Hörspiel erzählt in einer Collage aus Interviews, zeitgenössichen Filmkritiken und
Filmtonschnipseln die verrückte und holprige Karriere der unbeirrbaren Selfmade-Woman
Doris Wishman, die noch bis ins hohe Alter von 90 Jahren wilde Filme drehte.

Produktions- und Sendedaten
- Westdeutscher Rundfunk 2019
- Erstsendung: 13.10.2019 | WDR 3 | 52'49