ARD-Hörspieldatenbank


Sendespiel (Hörspielbearbeitung)



Nicolai Gogol

Der Revisor

Lustspiel


Vorlage: Der Revisor (Ревизор) (Theaterstück, russisch)

Übersetzung: Wilhelm Lange

Es treten auf Anton Antonowitsch Skwosnik-Dmuchanowski (ein Gouverneur), Anna Andrejewna (seine Frau), Maria Antonowna (deren Tochter), Luka Lukitsch Chlopoff  (Schulrektor), Ammos Fedorowitsch Lapkin-Tapkin (Kreisrichter), Artemi Philoppowitsch Semljanika (Hospitalverwalter), Iwan Kusmitsch Schpekin (Postmeister), Peter Iwanowitsch Dobtschinski und Peter Iwanowitsch Bobtschinski (Gutsbesitzer), Iwan Alexandrowitsch Chlestakoff (Beamter aus Petersburg) u.a. (Funkstunde, Nr. 35 vom 23. August 1929, S. 1108) "Gogols berühmtes Lustspiel "Der Revisor", das in wenigen Jahren (1935) bereits seinen 100. Geburtstag feiern kann, gehört zur Gattung jener Bühnenwerke, die sich auf Verwechslungen oder Mißverständnissen aufbauen und daraus ihre komischen Wirkungen ziehen. Der Held des Stückes, Chlestakow, ist nicht der Revisor, für den er allgemein gehalten wird, sondern ein kleiner, einflußloser Beamter. Die Honoratioren der kleinen Stadt, in der er zu einem längeren Aufenthalte gezwungen wird, halten ihn für den erwarteten Revisor und überbieten sich in Ehrenbezeugungen. Der Gipfel ist, daß ihn der Gouverneur gar als Schwiegersohn haben möchte. Chlestakow, anfangs widerstrebend, findet sich allmählich in die Situation, nimmt alle, auch die klingenden Ehrenerweisungen huldvoll entgegen, stellt jedem die Erfüllung seiner Bitten und Wünsche in sichere Aussicht und verlobt sich auch mit der Tochter des Gouverneurs. Nachdem er unter einem Vorwand die Stadt verlassen, kommt durch einen Brief die Wahrheit an den Tag. Um die Blamage voll zu machen, erscheint nun auch noch der richtige Revisor." (Funkstunde, Nr. 35 vom 23. August 1929, S. 1127)

"Gogols Komödie "Der Revisor" wirkt heute eher grotesk als gesellschaftskritisch, wenn es auf die Sendebühne gebracht wird. Die Bühnenaufführung kann da leichter abdämpfen und aktualisieren. Trotzdem verleugnete sich natürlich auch bei dieser guten Aufführung nicht der grandiose Haß, der in diesem Werk liegt." (Der Deutsche Rundfunk, 7. Jahrgang, Heft 36 vom 06.09.1929, S.1166)

Doppelprogramm, s.a. Königswusterhausen

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Hörspiel historisch (vor 1933) - © DRA/Hanni Forrer


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Funk-Stunde AG (Berlin) 1929

Erstsendung: 28.08.1929 | 20:30 Uhr


Livesendung ohne Aufzeichnung


Grundlage der Datenerhebung: Der Deutsche Rundfunk (Programmzeitschrift); Funkstunde (Programmzeitschrift)


Darstellung: