ARD-Hörspieldatenbank


Hörspiel


Stichwort: Männerängste


Erland Josephson

Männerängste (3. Folge: Flüchtige Bekanntschaft)

übersetzt aus dem Schwedischen


Übersetzung: Marianne Weno

Komposition: Peter Zwetkoff

Technische Realisierung: Anna-Maria Tietze, Gerlind Raue


Regie: Horst H. Vollmer

Die Mutter: "Wir sind, was man so flüchtige Bekannte nennt, Henning. Aber zufällig sind wir auch Mutter und Sohn. Zufällig bin ich außerdem ehrlich. Tut mir leid, daß du niemals irgendwelche stärkeren Gefühle in mir wecken konntest." Der Sohn: "Wie immer wenn sie aussah, als ob sie sich nicht wohlfühlte, bekam ich Angst. Ich bildete mir ein, daß sie mich erschrecken wollte, wie die Hexe im Märchen. Warum? Wozu? Ich weiß es nicht. Es kam mir seltsam vor, geheimnisvoll. Ich dachte, jeden Augenblick wird sie etwas unerhört Bedeutungsvolles sagen, was ich nicht verstehe. Und ich werde den Rest meines Lebens darüber nachgrübeln." Mutter und Sohn gehören zusammen. Gehören Mutter und Sohn zusammen? Weil beide das nicht so genau wissen, probieren sie es immer wieder. Und die dabei ausgetauschten Verletzungen werden immer schmerzhafter, immer präziser. Alle Nuancen des GefühIslebens - die Liebe, der Haß, die Angst, die Freude - im Kontakt mit der Mutter hat der Sohn sie zum erstenmal durchlebt. Und ob er es wahrhaben will oder nicht: Jeder später mit ihm Zusammenlebende bekommt die Folgen dieser Einübung zu spüren.

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Ernst JacobiHenning
Brigitte HorneyDisa
Nicole HeestersIngrid


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Hessischer Rundfunk 1982

Erstsendung: 07.03.1983 | 57'30


Darstellung: