ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Wladimir Majakowski

Die Wanze


Vorlage: Die Wanze (Schauspiel, russisch)

Komposition: Winfried Zillig


Regie: Ulrich Lauterbach

Eine satirisch komische Anaylse der sowjetischen Bürokoratie In seiner "Zauberkomödie" "Die Wanze" wollte Majakowski den bürgerlich spießerhaft gewordenen Revolutionär treffen, der einer künftigen kommunistischen Idealwelt, wie sie ihm vor Augen stand, so fossilienhaft, absurd und schmutzig wie eine Wanze erscheinen musste.

Durch eine tragische Kette von Ereignissen wird der kleinbürgerliche Karrierist Prissypkin nach einem Brand während seines Hochzeitsfestes im eisigen Löschwasser eingefroren und vergessen. Fünfzig Jahre später wird Prissypkin wieder aufgetaut und mit ihm eine kostbare, weil inzwischen längst ausgestorbene Wanze. Mittlerweile regiert den Planeten eine hochtechnifizierte, keimfreie, sozialistische Gesellschaft, repräsentiert durch eine „funkmegaphonische Sprachrohranlage“. Dieser Gesellschaft dient Prissypkin bald als lebender Blutspender für die seltene Wanze und wird zusammen mit ihr im Zoo ausgestellt. Majakowskis Dichtung hängt selbstverständlich eng mit russischen Zuständen seiner Zeit und der russischen Welt zusammen, aber sie hängt nicht von ihnen ab. Über typisch russische Besonderheiten dringt sie vor ins Allgemeine. Der in Georgien geborene Wladimir Majakowski gilt als bedeutendster Kampflyriker der russischen Revolution in ihrer „heroischen Periode“ der Revolutionsjahre von 1917-1921. Doch schon gegen Ende der 1920erJahre kritisierte auch Majakowski die Entwicklungen in der sowjetischen Gesellschaft, vor allem die zunehmende Bürokratie. Das bezeugt sein satirisches Drama „Die Wanze“ von 1929. (Pressetext des Hessischen Rundfunks anlässlich einer Wiederholungsausstrahlung 2022)

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Sigfrit SteinerVorsitzender
Willi Trenk-TrebitschRekonstrowski
Heinz SchimmelpfennigWanja Prissypkin
Elisabeth KuhlmannRosalia Renaissans/1.Greisin/Stimme
Gudrun GeweckeElsevira Renaissans
Karl LieffenOleg Bajan
Milia FögenSoja Berjoskin
Joseph PlautProfessor
Erich Thormann
Christian Schmieder
Karl Ludwig Lindt
Michael Konstantinow
Hans Otto Hilke
Hilde Flöricke
Gerhard Ritter
Max Nemetz
Herbert Mensching
Peter Fricke
Heinz Meyer
Sabine Hahn
Helga Mietzner-Thiem
Heinz Stoewer
Günter Skopnik
Alwin Michael Rueffer
Lars Doddenhof
Peer Loth
Fritz Rémond
Ronald Feit


Heinz Schimmelpfennig spricht die Rolle des Wanja Prissypkin. | © HR/Kurt Bethke

Heinz Schimmelpfennig spricht die Rolle des Wanja Prissypkin. | © HR/Kurt Bethke


Heinz Schimmelpfennig spricht die Rolle des Wanja Prissypkin.
© HR/Kurt BethkeHeinz Schimmelpfennig spricht die Rolle des Wanja Prissypkin.
© HR/Kurt Bethke



PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Hessischer Rundfunk 1958

Erstsendung: 21.04.1958 | 73'48


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