ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Günter Seuren

Rede an die Nation


Vorlage: Rede an die Nation (Prosa)


Regie: Heinz Wilhelm Schwarz

Ein Häftling einer Irrenanstalt, der von sich selbst sagt, "Ich bin in erster Linie Mensch", nimmt die "Wahl" des Volkes zum neuen Führer an und hält durch das Schlüsselloch seiner Zelle eine "Rede an die Nation". Autor Günter Seuren demonstriert darin das Verhältnis Führer und Volk, unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Komponente. Im Verlauf seiner Ansprache steigert sich der Häftling, kongenial verkörpert von dem unvergesslichen Helmut Qualtinger, in moderne Vernichtungsekstase. Er bestätigt die alten neuen Regeln zur Ungeziefervernichtung. "Rede an die Nation" ist eine böse und zeitlos gültige Satire auf individuelle wie im kollektiv-nationalen Unbewußten verwurzelte Allmachtsphantasien.

Günter Seuren, geboren 1932 am Niederrhein, zählte mit seinem Roman "Das Gatter" (1964), von Peter Schamoni verfilmt unter dem Titel "Schonzeit für Füchse", zu den großen Hoffnungsträgern der "jungen deutschen Literatur" der 60er Jahre. Später Autor für Hörfunk, Film- und Fernsehen. Nach 15jähriger Pause erschien in diesem Frühjahr sein Roman "Die Krötenküsser".

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Mitwirkende

Sprecher/Sprecherin
Helmut Qualtinger


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1969

Erstsendung: 31.01.1970 | 43'16


Darstellung: