ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Helmut Heißenbüttel

Zwei oder drei Porträts


Bearbeitung (Wort): Heinz Hostnig, Hansjörg Schmitthenner

Komposition: Edmund Steinberger

Technische Realisierung: Hans Greb, Michaela Sack

Regieassistenz: Hans Eichleiter


Regie: Heinz Hostnig

Woraus setzt sich das Bild eines Menschen zusammen? Aus Eindrücken oder aus Sätzen? Was sagt man, wenn man sagt: Er ist unglaublich fett? Er hat einen Sprachfehler und rotes Haar? Er ist mittelgroß, von gesunder Konstitution und mißvergnügt? Man kennzeichnet eine Person, indem man Eigenschaften nennt. Was man von der Person hat, ist nur diese Bezeichnung. Porträts entstehen dadurch, daß man solche Sätze summiert. Diese Summierung kann gleichzeitig als ein Gerede aufgefaßt werden, das über eine Person in Umlauf ist. Solche Einkreisungen werden nun durch Sätze so durchgeführt, daß sich aus dem Gerede eine Vorstellung ablöst, diese Vorstellung jedoch nicht zur Eindeutigkeit gelangt. Die Person wird nicht geschaffen, sie bleibt offen. Die Probe aufs Exempel bildet die Auflösung der Sätze zweier Porträts und ihre Zusammensetzung zu einem dritten.

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Mitwirkende

Sprecher/Sprecherin
Hanne Wieder
Christoph Quest
Rüdiger Bahr
Paul Hoffmann
Heinz Baumann
Heinz Musäus
Michael Lenz
Hannelore Cremer
Imo Heite
Ilse Neubauer
Gert Heidenreich
Wolfgang Hess
Rosemarie Seehofer


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Bayerischer Rundfunk / Norddeutscher Rundfunk / Südwestfunk 1970

Erstsendung: 08.05.1970 | 37'45


AUSZEICHNUNGEN

  • Hörspielpreis der Kriegsblinden 1971

Darstellung: