ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel


Das Hörspielstudio


Hans Noever

Der Tod meines Vaters

Originalton-Projekt



Regie: Hans Noever

Der Autor charakterisiert sein Originalton-Projekt mit folgenden Worten: "Je weniger Gegenwart, Bereitschaft zur Erfahrung im Augenblick, desto dicker bläst sich die Erinnerung als Gegenwartsersatz auf. - Aktion im Hörspiel: die Erinnerung als Verfehlen der Gegenwart, d.h. als sublime Form des Selbstmords. - Verfahren: Der Autor erinnert sich einmal und ein weiteres Mal an den Tod seines Vaters. Einmal in offener assoziativer Form im Kreis zufällig anwesender Freunde; ein zweites Mal während einer Autofahrt an den Tegernsee, sozusagen als Alleinunterhalter, möglicherweise, um den Fahrer am Einschlafen zu hindern. Beide Vorgänge sind das Basismaterial für die Bearbeitung im Studio zu einem Stereohörspiel. Das Material soll so bearbeitet werden, daß am Ende das Erinnerte die Gegenwart eines tödlichen Unfalls auslöst. Der Autor wird durch die von ihm selbst provozierte Geschichte getötet.

A
A

Mitwirkende

Sprecher/Sprecherin
Hans Noever


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Bayerischer Rundfunk / Westdeutscher Rundfunk 1972

Erstsendung: 04.02.1972 | 39'50


AUSZEICHNUNGEN

  • Hörspielpreis der Kriegsblinden 1973

Darstellung: