ARD-Hörspieldatenbank


Originaltonhörspiel


Erzähltes Leben


Wolfgang Bauernfeind

Erzähltes Leben (11. Folge: Leben, das hab ich nie gelernt)

Die Drogenkarriere des Erich B.



Regie: Wolfgang Bauernfeind

Dem Hörspiel, das der Autor aus Originaltonmaterial realisierte, liegt der authentische Fall eines jungen Mannes zugrunde, der durch Drogenmißbrauch zu Tode kam. Der Autor hat mit Eltern, Geschwistern und Freunden des toten Drogensüchtigen gesprochen. Sie alle äußern sich offen und betroffen über seinen Lebensweg. Die Montage dieser unterschiedlichen Schilderungen und Erklärungsversuche ist mehr als eine Lebensgeschichte - sie sucht auch nach Ursachen für das Phänomen Drogenabhängigkeit. "Erich G. kommt aus sogenannten geordneten Verhältnissen. Er soll es zu etwas bringen im Leben. Die Eltern treiben ihn an. In der Schule wie zu Hause gerät der älteste Sohn einer Bauingenieursfamilie unter zunehmenden Leistungsdruck. Er fühlt sich nicht akzeptiert, er protestier. Zuerst die langen Haare, Jeans. Er hört etwas von Ausbeutung und Marx, motzt in der Lehre – die erste gefällt ihm nicht, bei der zweiten wird er gefeuert.  Erich sucht einen Ausweg in der Droge. Erste Erfahrungen in einer Wohngemeinschaft, dann ein Indien-Trip. Schließlich die Flucht in die harte Nürnberger Drogen-Szene. Die Eltern holen ihn da raus. Aber der Entzug zu Hause mißglückt. Das Ende: die Überdosis." (Wolfgang Bauernfeind)

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Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Hessischer Rundfunk 1978

Erstsendung: 03.12.1978 | 78'45

Darstellung: