ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel, Kurzhörspiel, Science Fiction-Hörspiel



Christof Pilsl, Stefanie Heim

Irgendwann kriegen wir euch Alle


Technische Realisierung: Endrik Peuker

Regieassistenz: Katrin Beckmann


Regie: Christof Pilsl

Die Autoren entführen uns in eine Zukunft, in der die Menschen "vielleicht bekommen, was sie wollen, aber nicht, was sie brauchen". Sie entwerfen auf irritierende Weise Bilder sich dabei verlierender Individuen, die die Geister, die sie riefen, nicht mehr los werden. In zwei atmosphärisch sehr unterschiedlichen Parallelgeschichten werden die Möglichkeiten und Bedingungen, Individuum zu sein und zu bleiben, ad absurdum geführt. Das Hörspiel besticht durch die überraschende Umsetzung der Idee. Die beiden Erzählstränge werden durch geschickte Montage ebenso gebrochen wie die möglichen Erwartungen des Hörers. Was als Comedy beginnt, entpuppt sich sehr bald als einziges Schreckensszenario. Dabei offenbaren sich die Handlungen als zwei Seiten derselben Medaille: der Diskurs, den sie thematisieren, beinhaltet den Verlust der eigenen Identität durch selbst erzeugte, aber unbeherrschbare Fremdbestimmung. Darüber schwebend zeigt sich ein höchst amüsierter Gott: dass sich die Menschen auf diese Art auslöschen, hätte vermutlich nicht einmal er erwartet. (Jurybegründung "Leipziger Hörspielsommer")

Ausgestrahlt vom Mitteldeutschen Rundfunk

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Mitwirkende

Sprecher/Sprecherin
Stefan Wey
Felix Sattler
Ute Wieckhorst
Daniel Schulz
Erika Thomalla
Herbert Dudzik
Fabian Russ
Stefanie Heim


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Bauhausuniversität Weimar 2009

Erstsendung: 10.10.2011 | 20'00


In keiner ARD-Rundfunkanstalt verfügbar


AUSZEICHNUNGEN

  • Internationaler Hörspielwettbewerb Leipziger Hörspielsommer 2011 (Preis für die beste Idee)

Darstellung: