ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel, Originaltonhörspiel



Kai-Uwe Kohlschmidt

Die Tunnelgräber


Komposition: Kai-Uwe Kohlschmidt


Regie: Kai-Uwe Kohlschmidt

Nach dem Bau der Mauer war der Weg in den Westen von einem Tag auf den anderen versperrt, Familien wurden getrennt, Liebende auseinander gerissen und Lebenslinien unterbrochen. Auf der Suche nach einem Ausweg aus einer ausweglos erscheinenden Situation wurde der Untergrund Berlins zum Schauplatz spektakulärer Rettungsaktionen. Über 90 Fluchttunnel wurden in den Jahren zwischen 1961 und 1964 in und um Berlin gegraben. Die Strapazen waren ungeheuer und die Gefahren groß. Alle, die bei den Unternehmungen mitmachten, taten dies unter Einsatz ihres Lebens. Das Hörspiel erzählt den überwältigenden Erfolg des Tunnels 29 sowie die Tragödie um den Tunnel 57. Es erzählt von Menschen, die buchstäblich über Grenzen gingen – über jene, die ihnen von außen gesetzt wurden, aber auch über ihre eigenen. Eine Heldengeschichte. „Die Tunnelbauer” ist eine Montage aus Zeitzeugenerzählungen, O-Tondokumenten, Dokumenten der MfS-Tunnelkartei und Spielszenen.

Kai-Uwe Kohlschmidt, 1968 in Leipzig geboren. Er ist Sänger der Band „Sandow“ und arbeitet als Komponist, Regisseur und Autor für Film und Hörspiel. Er schrieb die Musik zu preisgekrönten Arbeiten in Kino und Radio. Seit 2004 zahlreiche Expeditionen, die zum Ausgangspunkt verschiedener Hörspiele wurden. So entstand das Hörspiel „Ludwig Leichhardt – Wanderer zwischen den Welten“ (rbb 2008) nach einer Zentralaustralien-Reise und das Hörspiel „Exodus Namib“ (rbb 2013) nach einer Reise in die namibische Wüste.

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Mitwirkende

Sprecher/Sprecherin
Uwe Preuss
Dietmar Arnold
Andreas Schulze

O-Ton
Hasso Herschel
Claus Stürmer
Joachim Neumann
Achim Rudolph
Ulrich Pfeifer
Ingeborg Stürmer
Luigi Spina
Burghard Veigel


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Kai-Uwe Kohlschmidt 2014 (Auftragsproduktion)

Erstsendung: 28.09.2014 | 54'48


REZENSIONEN

  • Jochen Meißner: Im ästhetischen Niemandsland. In: Funkkorrespondenz vom 26.9.2014, S. 37.

Darstellung: