ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Klaus Buhlert, Konrad Bayer

Mosaik - Revisited

Mit Texten von Konrad Bayer


Vorlage: Reflexionen

Komposition: Klaus Buhlert

Dramaturgie: Manfred Hess

Technische Realisierung: Andreas Meinetsberger, Helmut Schick, André Bouchareb


Regie: Klaus Buhlert, Klaus Buhlert

"Mosaik" ist ein Hörspiel über Sprache, Wirklichkeit, Radio und Identität. Es arbeitet mit Zitaten aus dem Werk des radikalen Avantgardisten Konrad Bayer. Szenischer Ausgangspunkt ist eine Mikrofon-Aufnahme in einem großen Sender mit verzweigtem Studiokomplex: Ein Mann namens Bayer, Hauptperson eines Stückes mit dem Titel "Mosaik", macht hier aus alten abgespielten Tonbändern und gelesenen Texten neue Tonbänder und Texte. Es sind Reflexionen sowie absurd-surreale Geschichten, u.a. über den Boxkampf, Schneewittchen oder die Mordlust beim Birne-Essen. Dieses Spiel setzt das Bild eines Menschen aus Fragmenten zusammen, der verzweifelt und zugleich komisch versucht, sich über Sprache seiner Existenz zu vergewissern. Am 10. Oktober 1964 schied Konrad Bayer freiwillig aus dem Leben. Die von der Akademie der Darstellenden Künste zum "Hörspiel des Jahres 2005" gekürte 63-minutige Produktion "Mosaik" hat Buhlert noch einmal im Gedenken an Bayer und dessen Vorstellung vom "unabschließbaren" Werk neu besichtigt und auf 50 Minuten verdichtet. Dank digitaler Verfügbarkeit der Soundfiles wird das Verfahren der Überarbeitung im Hörspiel so zum eigenständigen und legitimen künstlerischen Ausdrucksmittel.

Klaus Buhlert, geboren 1953, lebt als vielfach ausgezeichneter Komponist für Theater und Film, Hörspielautor, -bearbeiter und -regisseur in Berlin. Zuletzt realisierte er für den SWR die Hörspielbearbeitung von James Joyce’ Roman "Ulysses".

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Gottfried BreitfußBayer
Herbert FritschSprecher
Bernhard SchützHörer
Lars RudolphAnimator
Jeanette SpassovaSekretärin/Frau/Lautsprecherstimme


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Hessischer Rundfunk / Deutschlandradio 2014

Erstsendung: 07.10.2014 | 49'34


Darstellung: