ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Christiane Kolbet

Hundstage


Redaktion: Wolfgang Buhl

Technische Realisierung: o. A.


Regie: Holger Sandig

In ihrem Hörspiel zeichnet die Autorin den Weg einer guten Idee nach, die allmählich verkommt und schließlich geradezu in ihr Gegenteil umschlägt: Am Beispiel des engagierten Tierschutzes wird demonstriert, wie aus Tierliebe eine fixe Idee, daraus eine Marotte, dann eine Ideologie mit sektiererischer Gemeindebildung und schließlich eine Ersatzreligion werden kann; ihre menschlichen und tierischen Opfer landen in der Nervenklinik und auf der Schlachtbank, ohne durch ihr Los die zurückgelassenen Fanatiker bremsen zu können. Im Gegenteil: Sie fühlen sich noch bestätigt. Die scheinbar so harmlos und heiter beginnende Fabel treibt über immer schwärzeren Humor ins Groteske. Das anfänglich Gute wird zusehends schal, das Schale banal, das Banale dämonisch. Wo liegen in diesem makaberen Verlauf die Anfänge, denen man wehren soll? Eine Frage, die ernster ist als das Spiel, das noch immer überall mit den unterschiedlichsten Themen in ähnlichen Besetzungen gespielt wird.

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Herbert LehnertDietrich
Sofie KeeserEvelyn
Ursula IllertÄrztin
Rainer KretschmannInspektor


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Bayerischer Rundfunk 1988

Erstsendung: 13.02.1988 | 55'45


Darstellung: