ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Tim Etchells

Der Sehsinn ist der Sinn, der Sterbenden meistens als Erstes schwindet


Vorlage: Sight is the Sense that Dying People Tend to Lose First (Theaterstück, englisch)


Regie: Tim Etchells

"Sight is the sense that dying people tend to lose first" ist ein Monolog, den Tim Etchells für einen amerikanischen Schauspieler geschrieben hat, für den wunderbaren Jim Fletcher. Hier wird in einem langen Monolog nur Aussagesatz an Aussagesatz gereiht. Es wird die Welt erklärt, Satz für Satz. Banales, Witziges, Tiefgründiges: alles seltsam naiv eins. Anders als im schönen Schein der Erzählung steht die Zeit hier von Anfang an still. Sinn tritt auf, tritt ab, löst sich auf, formt sich neu. Im Stakkato. Wie alles, was Forced Entertainment anfassen, gerät auch dies zur lustvollen Studie eines Zerfalls, der nur auf eine Art aufhören kann. Weil er der einzige aller Könige ist, dessen "Stopp" gilt, ist niemand präsenter in diesen Stücken als der Tod.

Tim Etchells, geboren 1962, englischer Theaterautor, Performer, Regisseur und Multimediakünstler. Bekannt wurde er durch seine Arbeit mit der Performance-Gruppe "Forced Entertainment", die er 1984 in Sheffield gründete. Für Deutschlandradio Kultur produzierte er "That Night Follows Day" (2008).

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Mitwirkende

Sprecher/Sprecherin
Thomas Wodianka


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Deutschlandradio 2016

Erstsendung: 08.05.2016 | Deutschlandradio Kultur | 42'07


Darstellung: