ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Saralisa Volm

Wir haben keine Krise


Komposition: Malakoff Kowalski

Redaktion: Christine Grimm

Technische Realisierung: Hermann Leppich, Philipp Adelmann

Regieassistenz: Anne-Sophie Schmidt


Regie: Saralisa Volm

Sarah lebt ein normales Leben. Bis eines Tages ein kleines schwarzes Loch auftaucht, das sie zwingt, alles infrage zu stellen. Ein Hörspiel über das Wagnis, sich seinen Schwächen und Fehlern hinzugeben.

Sarah liebt ihren Mann und ihre zwei Töchter. Sie bringt als Hebamme Kinder zur Welt und fühlt sich sicher, wenn sie zwischen Linoleumboden und Desinfektionsmittelgeruch Babys wiegt und Blut abnimmt. Sie hat ihr Leben im Griff. Und TOM, der Sprachassistent, wünscht der Familie jeden Tag einen „Guten Morgen“. Bis plötzlich der kleine schwarze Fleck im Kinderzimmer zu einem immer größeren Loch wird. Vielleicht muss sie sich einfach mal entspannen? Meditieren, Wein trinken, um die falsche Ecke biegen. Bald dreht sich alles nur noch um das Stopfen des Lochs, um das Ende der Sicherheit und die Planung des kontrollierten Kontrollverlustes. Denn das Bild, das man von sich selbst produziert hat, lockt einen in ein Gefängnis, in dem das echte, fehlerhafte Ich beständig versteckt werden muss. Umfallen. Liegen bleiben. Das Aufgeben der Fassade verlangt die größte Stärke.

Saralisa Volm, geboren 1985 in Hechingen, ist Autorin, Schauspielerin, Filmproduzentin, Regisseurin und Kuratorin. Seit 2015 produziert sie mit ihrer Firma POISON eigene Kulturprojekte und Filme, u.a. „Die Verwandlung“ (2015) und „Fikkefuchs“ (2017). 2014 erschien ihr Buch „Mamabeat“. 2019 initiierte sie den Instagram-Account @365_imperfections, der sich dem täglichen Scheitern widmet.

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Inka Löwendorf
Friederike KempterSara
Helene HerwigOtto/Kind
Mandy RudskiJuli/Kind
Daniel ZillmannTom
Alexander KhuonJanko
Saralisa VolmSchwester
Susanne SachßeMama


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Deutschlandradio 2020

Erstsendung: 22.11.2020 | Deutschlandfunk Kultur | 52'56


Darstellung: