ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



wittmann/zeitblom

r_crusoe™

Posthumane Robinsonade


Komposition: wittmann/zeitblom

Dramaturgie: Sabine Küchler

Technische Realisierung: Boris Wilsdorf


Realisation: wittmann/zeitblom: Christian Wittmann (Gesang)

Die Erde nach dem Aussterben der Menschheit. Der Hochleistungsrechner G.A.I.A. aktiviert das für diese Situation vorgesehene Programm r_crusoe™ und modelliert im bio-adaptiven 3D-Druck-Verfahren ein neues, humanes Wesen. Seine selbst auferlegte Mission: Wiederbesiedlung des Planeten. Wie der berühmte Schiffbrüchige 350 Jahre vor ihm, streift auch er ziellos durch verlassene Landschaften und stellt sich dank großzügiger Zugriffsmöglichkeiten auf Know-How, Ressourcen und Enhancement den Herausforderungen einer menschenleeren Welt. Erst als G.A.I.A. (aus ökologischen Gründen?) für ihn keinen Freitag vorsieht, gerät das Projekt ins Wanken. Zu stark sind die Muster des Humanen, zu groß seine Einsamkeit. Doch das selbstlernende System findet einen überraschenden Ausweg. Eine Stunde Science-Fiction, in der die Autoren unter Zuhilfenahme klangsynthetischer Mittel über die existenzielle Frage nach der Beschaffenheit von Realität meditieren: Ist die Welt eine leere Projektionsfläche, auf die der Mensch malt, oder existiert sie als Korallenriff, als Sukkulentenkolonie, als Monarchfalter, als terrestrischer Komposthaufen? 

Mit „r_crusoe™“ präsentieren wittmann/zeitblom nach „@Wonderworld – The Story of Alice & Bob“ (2018), sowie „Tell Me Something Good, Stockhausen!“ (2019), den finalen Teil ihrer Trilogie über künstliche Intelligenz.

A
A

Mitwirkende

Sprecher/Sprecherin
Christian Wittmann


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Deutschlandradio / Südwestrundfunk 2021

Erstsendung: 13.02.2021 | Deutschlandfunk | 56'16


REZENSIONEN

  • Stefan Fischer: Leer hier. Zwei Hörspiele erzählen vom Ende der Menschen. In: Süddeutsche Zeitung vom 13.02.2021. S. 32.
  • Jochen Meißner: Ziemlich Flaches maximal hoch gestapelt . In: Medienkorrespondenz Nr. 5. 12.03.2021. S. 45.
  • Alexander Matzkeit: Etwas bleibt übrig. In: epd medien Nr. 25. 25.06.2021. S. 32.

Darstellung: