ARD-Hörspieldatenbank


Ars acustica



Omsk Social Club, Alexander Lezzi, Sarah Johanna Theurer

Otherkin – A Social Software



Realisation: Alexander Lezzi, Sarah Johanna Theurer, Omsk Social Club

Otherkin sind eine Subkultur. Die Mitglieder identifizieren sich als nicht menschlich. In einem Live-Rollenspiel probieren sie verschiedene Identitäten aus und entwickeln alternative Zukunftsszenarien.

Wortwörtlich übersetzt bedeutet Otherkin „andere Verwandtschaft“. Die Mitglieder dieser subkulturellen Gruppe identifizieren sich als nicht menschlich. Unter ihnen gibt es Drachen, Vampire, Wölfe. Manche berichten von stark ausgeprägten Sinnen, von Empfindungen in Zähnen, Kopfhaut, Wirbelsäule. Gemeinsam inszenieren sie ein Live-Rollenspiel und eine experimentelle Radioperformance. Im Zentrum stehen Otherkin und ihre Gefährtinnen und Gefährten. Kollektiv erkunden sie verschiedene Identitäten, darunter auch nichtbinäre Formen – zwischen Mensch und anderen Lebewesen. Durch Transformation und die Technik der VerAnderung nähern sie sich alternativen Realitäten und Zukunftsszenarien jenseits der imaginierten Überlegenheit der Spezies Mensch. 

Omsk Social Club nutzen Methoden aus dem Live-Action-Rollenspiel, um in immersiven Installationen Zustände hervorzurufen, die zwischen Fiktion und einer (noch nicht gelebten) Realität changieren. Ihre Werke befassen sich mit virtuellen Avataren, populären Erfahrungen und politischen Phänomenen.

Alexander Iezzi lebt zwischen Rotterdam und Berlin und ist Künstler:in, Musiker:in, Performer:in, Organisator:in und Garagenpsycholog:in. Arbeitsfelder sind Performance, Video, Skulptur und Zeichnungen, oft mit dem Schwerpunkt Sound. Alexander Iezzis künstlerische Interessen umfassen Animismus, nichtmenschliche Themen und Fragen zu dialogischen Formen des Kunstmachens.

Sarah Johanna Theurer ist kritische Denkerin und forscht zu techno-sozialen Theorien im 21. Jahrhundert. Bei Cashmere Radio Berlin moderiert sie die Sendung „Portals“, die sich mit prozessorientierten Kunstpraktiken beschäftigt. Derzeit arbeitet sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Haus der Kunst in München und denkt über Kuratieren und Hosting nach – über Symbiose, Fürsorge und Vertrauen.

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Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Deutschlandradio / CTM Festival / Goethe-Institut / Österreichischer Rundfunk 2021

Erstsendung: 30.04.2021 | Deutschlandfunk Kultur | 38'36


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