ARD-Hörspieldatenbank


Ars acustica



Kirsten Reese

Field Log Cobourg


Technische Realisierung: Alexander Brennecke, Kirsten Reese

Elf Jahre blieben die ersten britischen Marinesoldaten auf der Halbinsel Cobourg im Norden Australiens. 1849 kapitulierten sie vor Wirbelstürmen, Termiten und Malaria. Kurz zuvor waren sie auf Ludwig Leichhardt getroffen, einen Naturwissenschaftler aus Brandenburg, der behauptete, den Ort „als Erster“ über den Landweg erreicht zu haben.

Diesen entlegenen Schauplatz der Kolonialgeschichte hat nun die Klangkünstlerin Kirsten Reese bereist. Nachts schlief sie unter freiem Himmel, lauschte zarten Insektengeräuschen. Zurückgelassene britische Objekte brachte sie zum Klingen, sie sprach mit Menschen vor Ort, dokumentierte deren Lebenswelt in Tonaufnahmen.

In „Field Log Cobourg“ umkreist Reese verschiedene Formen von Wissen: Erfahrungswissen, indigenes Wissen, Naturwissenschaft, Wissen, das über Klang transportiert wird. Die Künstlerin verbindet ihre Reflexionen mit Fieldrecordings, O-Tönen und Archivaufnahmen.

Kirsten Reese, geboren 1968 in Kiel, ist Komponistin und Klangkünstlerin. Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Kompositionen, temporäre Installationen und Audiowalks für Landschaften und den urbanen Außenraum. Sie arbeitet mit dokumentarischem und Archivmaterial und thematisiert die Aura und Historizität von medialen Instrumenten.

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Mitwirkende

Sprecher/Sprecherin
Max von Pufendorf

Musik: Matthias Engler (Schlagzeug)

 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Deutschlandradio / Akademie der Künste Berlin 2021

Erstsendung: 07.05.2021 | Deutschlandfunk Kultur | 51'19


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