ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel


Rahel, damit sie mich kennen

Zum 250. Geburtstag von Rahel Levin Varnhagen


Christine Nagel

Rahel, damit sie mich kennen (10. Teil: Die Pockenmaterie muss raus)


Komposition: Dietrich Eichmann

Dramaturgie: Juliane Schmidt

Technische Realisierung: Nikolaus Löwe, Martin Seelig, Eileen Dibowski, Venke Decker, Ulrich Hieber

Regieassistenz: Jonas Kühlberg


Regie: Christine Nagel

Die Jahre sind nicht spurlos an Rahel vorüber gegangen. Oft ist sie krank. 1831 erreicht die Cholera Berlin. Unsicherheit herrscht. Rahel bleibt verschont, doch sie verliert ihren Lieblingsbruder Ludwig und viele ihrer Freunde. Was bleibt? Briefe schreiben – ein Buch des Andenkens für ihre Freunde.

In ihren letzten Lebensjahren stößt Heinrich Heine zu Rahels Salon. Der junge Dichter widmet ihr "Die Heimkehr! im "Buch der Lieder" und erweicht damit sogar das Herz von Friedrich Gentz. Die Berliner haben in dieser Zeit andere Sorgen. 1831 bricht die Cholera aus. Große Unsicherheit herrscht. Fliegt die Krankheit wie Schwaden durch die Luft, oder wird sie durch Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen? Rahel selbst unternimmt umfangreiche Schutzmaßnahmen – sie setzt auf Ingwer, Diät und einen strengen Lüftungsplan. Von der Cholera bleibt sie verschont, doch andere Krankheiten, wie Rheuma und Gicht, schwächen sie seit Jahren. Hegel stirbt, ein Jahr später Gentz, mit dem sie noch in den letzten Monaten die immerwährende Auseinandersetzung pflegt. "Goethe, Gentz, Hegel, alles tot; bleibe du nur leben: ich habe nur noch ein paar.", schreibt sie an den Lieblingsbruder Ludwig wenige Tage vor dessen Tod. Rahel selbst stirbt am 7. März 1833, schwer krank. An ihrem Sterbebett ihr Ehemann Karl August Varnhagen und ihre Haushälterin Dore.

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Mitwirkende

Sprecher/Sprecherin
Dagmar Manzel
Klara Manzel
Inka Löwendorf
Max von Pufendorf
Franziskus Claus
Devid Striesow
Linda Blümchen

Musik: Dietrich Eichmann (Klavier), Eva Zöllner (Akkordeon)

 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Rundfunk Berlin-Brandenburg 2021

Erstsendung: 07.11.2021 | rbbKultur | 30'11


REZENSIONEN

  • Eva-Maria Lenz: Lebendige Gesprächskultur. In: epd medien Nr. 39. 01.10.2021. S. 35.
  • Stefan Fischer: Ein Leben als Frau und Jüdin. In: Süddeutsche Zeitung vom 15.09.2021. S. 27.

Darstellung: