ARD-Hörspieldatenbank


Ars acustica



Yōko Tawada, Konstantinos Kavafis, Monika Rinck, Yang Lian

Beim Ertrinken zu singen


Komposition: Sandeep Bhagwati


Realisation: Sandeep Bhagwati

Covid-19, die Folgen des Klimawandels, die humanitäre Notlage im Mittelmeer: Katastrophen konfrontieren uns mit unserer Verletzlichkeit. Der Komponist Sandeep Bhagwati reagiert darauf mit einem brüchigen Work in Progress aus Klängen und Texten.

Als im März 2011 ein Tsunami Japans Ostküste verwüstete, schrieb Sandeep Bhagwati eine offene Partitur mit siebzehn Kurzkompositionen – noch bevor das vollständige Ausmaß der Katastrophe von Fukushima sichtbar wurde.

Die Stücke wurden seither von Musikerinnen interpretiert und von Dichtern weitergedacht. Das Hörstück – Bhagwatis Reaktion auf eine Welt, die ins Wanken geraten ist – spiegelt seinen eigenen Entstehungsprozess: Es bildet unterschiedliche Probestadien ab, erzählt von Vorläufigkeit, gescheiterten Versuchen, kontinuierlichem Wandel und Werden.

Sandeep Bhagwati, geboren 1963 in Bombay, ist Komponist und Musikwissenschaftler, zudem Initiator und Kurator mehrerer Musikfestivals, darunter das Münchner Festival „A•DEvantgarde“, das er von 1991 bis 1995 leitete. 2006 gründete er das „matralab“, ein Labor für interdisziplinäre Kunstpraktiken an der Concordia Universität in Montréal. Er ist Mitherausgeber des neugegründeten Magazins „TURBA – Journal for Global Practices in Live Arts Curation“.

Das Stück basiert auf Bhagwatis Werkzyklen „Atish-e-Zaban“ (2006), „Miyagi Haikus“ (2011), „Treatises“ (2017) und „Virelais for Virus Days“ (2020).

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Mitwirkende

Sprecher/Sprecherin
Sandeep Bhagwati
Yōko Tawada
Norio Okada
Monika Rinck
Yang Lian
Lance Olsen
Zoé Lambrinakos

Ensemble Musik: Ensemble Extrakte, Neue Vocalsolisten Stuttgart, ArrayMusic Toronto

Musik: Naoko Kikuchi, Vincent Royer, Martin Losert

 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Deutschlandradio 2021

Erstsendung: 15.10.2021 | Deutschlandfunk Kultur | ca. 54'30


Darstellung: