ARD-Hörspieldatenbank


Ars acustica



Echo Ho, Ulrike Janssen

Wandering Lake - an atomic opera



Realisation: Echo Ho, Ulrike Janssen

Auf der Suche nach einem Testgelände für Atomwaffen stieß die chinesische Zentralregierung Ende der 1950er Jahre auf den ausgetrockneten Salzsee „Lop Nor“. Echo Ho und Ulrike Janssen komponieren ein Hörstück über einen weitgehend vergessenen Ort.

Auf Satellitenbildern erinnert das ausgetrocknete Seebett an eine übergroße Ohrmuschel. Der „See, in den viele Quellen zusammenströmen“, so sein mongolischer Name, liegt heute in Xinjiang, einem autonomen Gebiet im Nordwesten Chinas.

1964 machte die chinesische Zentralregierung nördlich des Seebeckens erste Atomwaffentests. Der nukleare Fallout breitete sich aus wie Schallwellen. Vor dem zerdehnten Sound einer Atomexplosion erzählen die Künstlerinnen von den Mythen und Relikten zahlreicher Zivilisationen, die einst am Ufer des Sees lebten.

Dieses Projekt entstand mit der Unterstützung der Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen

Echo Ho, geboren in Beijing, verfolgt als Klangkünstlerin einen interdisziplinären Ansatz. Sie studierte an der Kunsthochschule für Medien (KHM) in Köln und lehrte dort von 2007 bis 2013 im Studienbereich Sound. Ihre Arbeiten wurden weltweit gezeigt, unter anderen im He Xiangning Art Museum Shenzen, im Center-A in Vancouver, dem ZKM Karlsruhe und auf der ISEA 2010 Ruhr.

Ulrike Janssen, Autorin und Regisseurin für Hörfunk und Theater, lebt und arbeitet in Köln. 2019 erhielt sie gemeinsam mit Marc Matter den Karl-Sczuka-Preis für das Hörstück „Meerschallschwamm und Schweigefang“ (Deutschlandfunk Kultur 2018).

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Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk / Deutschlandradio 2021

Erstsendung: 26.11.2021 | Deutschlandfunk Kultur | ca. 54'30


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