ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Jane Austen

Emma (1. Teil)


Vorlage: Emma (Roman, englisch)

Übersetzung: Ursula Grawe, Christian Grawe

Bearbeitung (Wort): Christiane Ohaus

Komposition: Michael Riessler


Regie: Christiane Ohaus

Emma Woodhouse – 21 Jahre jung, hübsch, intelligent und reich – lebt mit ihrem Vater auf dem Landsitz Hartfield im englischen Highbury, einem kleinen Dorf bei London. Wenngleich sie selbst nicht besonders an der Liebe interessiert zu sein scheint, hat Emma doch eine ausgeprägte Vorliebe dafür, sich in ihrem Umfeld als Ehestifterin zu betätigen. Dass sie mit ihren Einschätzungen meist recht schief liegt, haben dann die Betroffenen auszubaden. Ist Emma blind für die Liebe? Emmas Erzieherin Miss Taylor heiratet gleich zu Beginn der Geschichte den wohlhabenden Mr. Weston, und allein Emma ist fest davon überzeugt, hier die eigentliche Matchmakerin der Beziehung gewesen zu sein. Beim Abwägen von Mitgift, sozialem Stand und Etikette gegen Neigung und Gefühl ist Emma beileibe nicht zimperlich, im Gegenteil. Insbesondere bei der Partnersuche für ihre Freundin Harriet hat Emmas allzu wohlgemeintes Agieren schmerzliche Folgen. Ihrem Vater sind die Aktionen seiner Tochter nur insofern angenehm, da sie sich weiterhin in seiner Nähe aufhält und ihn nicht allein lässt. »Ehen sind Unsinn« so sein Credo. Mr. Knightley, enger Freund der Familie, ist der einzige, der Emma regelmäßig Paroli zu bieten versteht. Auch er ist unverheiratet, ebenso wie die anmutige bürgerliche Jane Fairfax; Emma ist eifersüchtig und kann Jane so gar nicht leiden. Ob sich Emma und ihr Umfeld mit den von Jane Austen so lebensklug beschriebenen illustren Vertreter*innen verschiedener sozialen Schichten aus den gesellschaftlichen Zwangsjacken, sozialen Korsetts mit ihren entsprechenden persönlichen Ansichten weiterentwickelt, und wer schließlich wem das Jawort gibt, davon erzählt diese groß angelegte Hörspielserie.

Jane Austen (1775–1817) stammt aus einer großen Pfarrersfamilie des ländlichen England, sie ist das siebte von acht Kindern. Die Familie ist gebildet und belesen, sodass die junge Jane für die damalige Zeit als Mädchen eine relativ umfassende Ausbildung genießt. Sie beginnt früh zu schreiben, bereits im Teenageralter verfasst sie satirische Prosa, Kurzromane und Theaterstücke. »Emma« zählt zum Spätwerk Austens und gilt gemeinhin als ihr Meisterwerk. Der Roman wurde 1814 verfasst und war der letzte, der noch zu ihren Lebzeiten erschien (1816).

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Mitwirkende

Sprecher/Sprecherin
Katja Riemann
Laura Belzer
Michael Rotschopf
Gerd Wameling
u.a.


(v.l.n.r.): Laura Balzer (Emma Woodhouse), Rafael Stachowiak (Frank Churchill), Christiane Ohaus (Regie) und Marina Frenk (Jane Fairfax). | © HR/Ben Knabe

(v.l.n.r.): Laura Balzer (Emma Woodhouse), Rafael Stachowiak (Frank Churchill), Christiane Ohaus (Regie) und Marina Frenk (Jane Fairfax). | © HR/Ben Knabe

(v.l.n.r.): Laura Balzer (Emma Woodhouse), Rafael Stachowiak (Frank Churchill), Christiane Ohaus (Regie) und Marina Frenk (Jane Fairfax). | © HR/Ben Knabe
Katja Riemann spricht die Erzählerin. | © HR/Jonas Kühlberg
Laura Balzer spricht die Rolle der Emma Woodhouse. | © HR/Ben Knabe
(v.l.n.r.): Eca Böcker (Cello), Maria Ollikainen (Klavier) und Michael Riessler (Bassklarinette) | © HR/Sascha Rheker

(v.l.n.r.): Eca Böcker (Cello), Maria Ollikainen (Klavier) und Michael Riessler (Bassklarinette)
© HR/Sascha Rheker(v.l.n.r.): Eca Böcker (Cello), Maria Ollikainen (Klavier) und Michael Riessler (Bassklarinette)
© HR/Sascha Rheker



PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Hessischer Rundfunk / Radio Bremen / Der Hörverlag 2021

Erstsendung: 25.12.2021 | hr2-kultur | ca. 82'00


VERÖFFENTLICHUNGEN

  • CD-Edition: Der Hörverlag 2022

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