ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



W. G. Sebald

Jetzund kömpt die Nacht herbey (1. Teil der zweiteiligen Fassung)

Ansichten aus dem Leben und Sterben des Immanuel Kant


Vorlage: Jetzund kömpt die Nacht herbey - Ansichten aus dem Leben und Sterben des Immanuel Kant (Drehbuch)

Dramaturgie: Isabel Platthaus

Technische Realisierung: Werner Jäger, Mechthild Austermann

Regieassistenz: Oliver Metz


Regie: Claudia Johanna Leist

Es ist W. G. Sebalds einziges Drehbuch und wurde nie verfilmt, das Skript bisher nicht veröffentlicht. „Jetzund kömpt die Nacht herbey“ ist die Umsetzung eines imaginären Films in ein Hörspiel.

Sebald, Meister der dokumentarischen Fiktion, wirft Schlaglichter auf das Leben des Philosophen Immanuel Kant. Es ist ein Blick hinter die Kulissen des großen Werks, der großen Gedanken und ihrer Zeitlosigkeit. Denn Kant, Inbegriff des kritischen Denkens und der reinen Vernunft, kämpft in Sebalds Drehbuch zeit seines Lebens gegen die eigene Vergänglichkeit. „Was ist der Mensch?“ fragte Kant. „Jetzund kömpt die Nacht herbey“ erzählt von dem Menschen, an dem seine eigene Natur ihren Prozess macht: Ansichten aus dem Leben und Sterben des Immanuel Kant. Dabei wird unter Sebalds Blick die Schwäche und die Angst vor dem körperlichen Verfall gerade zur treibenden Kraft des Denkens. 

W. G. Sebald, geboren am 18. Mai 1944 in Wertach im Allgäu, gestorben am 14. Dezember 2001 in Norfolk, England. Der seit 1966 an englischen Schulen und Hochschulen lehrende Germanist trat mit literaturwissenschaftlichen Publikationen, seit Ende der 80er Jahre auch mit mehreren Bänden erzählender Prosa - so mit "Die Ausgewanderten" und "Die Ringe des Saturn" - an die Öffentlichkeit und erlangte rasch den Ruf eines bedeutenden Außenseiters der deutschen Gegenwartsliteratur.

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Michael SchenkSprecher
Martin ReinkeImmanuel Kant
Matthias BundschuhWasianski
Udo SchenkJohann Christoph Bohlius
Tom ZahnerJoseph Green
Rainer HomannFischenich
Peter HartingVigilantius
German GortsSchichmatov
Wolf AniolDr. Elsner
Martin BrossLampe
Yvon JansenRegina Reuterin
Ulrich MarxProfessor Knorr


Tom Zahner als Joseph Green, Udo Schenk als Christoph Bohlius, Martin Reinke als Kant und Matthias Bundschuh als Wasianski (v.l.) | © WDR/Sibylle Anneck

Tom Zahner als Joseph Green, Udo Schenk als Christoph Bohlius, Martin Reinke als Kant und Matthias Bundschuh als Wasianski (v.l.) | © WDR/Sibylle Anneck

Tom Zahner als Joseph Green, Udo Schenk als Christoph Bohlius, Martin Reinke als Kant und Matthias Bundschuh als Wasianski (v.l.) | © WDR/Sibylle Anneck
Udo Schenk spricht die Rolle des Christoph Bohlius. | © WDR/Sibylle Anneck
Martin Reinke als Kant und Tom Zahner als Joseph Green (v.l.) | © WDR/Sibylle Anneck

Martin Reinke als Kant und Tom Zahner als Joseph Green (v.l.)
© WDR/Sibylle AnneckMartin Reinke als Kant und Tom Zahner als Joseph Green (v.l.)
© WDR/Sibylle Anneck



PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 2015

Erstsendung: 13.12.2021 | WDR 3 | ca. 30'00


REZENSIONEN

  • Stefan Fischer: Gedankenstrom. W. G. Sebalds Drehbuch über Kant wird zum Hörspiel. In: Süddeutsche Zeitung vom 09.07.2015, S. 31.
  • In: Jochen Hieber: Der Spaziergänger von Königsberg. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 10.07.2015, S. 13.
  • Norbert Schachtsiek-Freitag: Ein akustischer Film über Kant. In: Medienkorrespondenz. 24.07.2015, S. 37.

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