ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Nis-Momme Stockmann

Das Imperium des Schönen


Vorlage: Das Imperium des Schönen (Theaterstück)

Komposition: Jakob Böttcher


Regie: Oliver Sturm

Falk, Adriana, Matze und Maja − zwei Paare, vier Menschen. Während einer gemeinsamen Japan-Reise prallen ihre unterschiedlichen Lebensentwürfe aufeinander. Familiensysteme geraten ins Wanken, Fassaden ins Bröckeln. Die Konfrontation mit einer fremden Kultur, die mit ganz eigenen sozialen Codes funktioniert, wirkt hier als Brandbeschleuniger. Wieder einmal zeigt sich, dass der Kampf um das eigene Wertesystem im Privaten mit der gleichen Unbarmherzigkeit ausgetragen wird wie im globalen Maßstab. Die Situation eskaliert. Am Ende sind alle Gewissheiten zerstört. Im Mittelpunkt steht die Kommunikation, die in dem Karussell der vier Protagonist:innen sowohl für Verständigung sorgt als auch zur Manipulation missbraucht wird. Stockmann bricht sein dialogisches Gesellschaftsstück durch die Figuren Ignaz und Ismael, die Kinder von Falk und Adriana. Sie beobachten aus einer verfremdeten Distanz heraus das Geschehen, werden zu Kommentatoren, Spielführern, Verstärkern − ohne sich in die Grabenkämpfe der Erwachsenen hineinziehen zu lassen.

Nis-Momme Stockmann, geb. 1981 auf Föhr. Autor und Theaterregisseur. Weitere Hörspiele: Das blaue blaue Meer (rbb 2010), Der Freund krank (rbb 2010), Der sich langsam WIRKLICH etwas seltsam entwickelnde Kongress der Thanatologen (2013) (NDR 2020).

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Mitwirkende

Sprecher/Sprecherin
Falk Rockstroh
Claude De Demo
Urs Fabian Winiger
Effi Rabsilber
Jack Triebel
Chiaki Ikuta


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Nis-Momme Stockmann 2022

Erstsendung: 02.04.2022 | Bayern 2 | 74'01


REZENSIONEN

  • Christian Deutschmann: Beunruhigung und Verunsicherung. In: epd medien Nr. 16. 22.04.2022. S. 35.
  • Stefan Fischer: Verstörend. Zwei Hörspiele von Stockmann. In: Süddeutsche Zeitung vom 01.04.2022. S. 31.

Darstellung: