ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Dominik Busch

Das Dorf der blinden Tänzer


Komposition: Camill Jammal

Redaktion: Christine Grimm

Technische Realisierung: Martin Eichberg, Gunda Herke

Regieassistenz: Felix Lehmann


Regie: Dominik Busch

Armon steigt aus. Und mit ihm eine ganze Tanzkompanie. Raus in die Natur, in die Isolation, raus aus dem toxischen Zyklus aus Bewertung und Leistungsdruck. Ein Hörspiel über die Schwierigkeit sich Loszusagen. Was für diese Tanzenden zählt, das ist der Moment. Jeder tanzt in dieser Tanzgruppe fortan für sich, zunächst barfuß im Moos, mit geschlossenen Augen. Sie fühlen sich befreit davon, immer etwas meinen, produzieren und sich verkaufen zu müssen. Auf die Zeit des gemeinsamen Sommers im Wald folgt die der Fabrik, der Regeln und Verbote: Als sich der Sommer im Gebirgswald zum Ende neigt und als die Tage kürzer und die Nächte kälter werden, zieht die Aussteigergemeinschaft in eine ehemalige Schuhfabrik im hintersten Teil eines Tals. Sehen und Wissen sind Sünde. Der Blick der Anderen bedeutet Kontrolle und Bewertung. „Ich wollte eine Geschichte erzählen über eine Gruppe von Tänzerinnen und Tänzern. Ich wollte die Spannung zwischen Bei-sich-Sein und Außer-sich-Sein, zwischen Spontanität und Reflexion mit Worten, Bildern und Klängen erkunden. Im Kern ging es mir wohl um eine Frage, die im privaten, im beruflichen oder im politischen Feld auf vielen Ebenen immer wieder virulent wird: Wie viel Öffnung und wie viel Abgrenzung ist gut? Und ich hatte Lust, eine Geschichte zu erzählen, die in den Bergen spielt.“ (Dominik Busch)

Dominik Busch, geboren 1979 in Sarnen und in Luzern aufgewachsen, ist Autor und Hörspielmacher. In der Spielzeit 2015/16 war er Hausautor am Luzerner Theater. 

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Valery TscheplanowaDunja
Zoe HutmacherAlba
Thelma BuabengRomy
Dor AloniBenja
Hansa CzypionkaKarl
Damian RebgetzClaude


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Deutschlandradio 2022

Erstsendung: 01.05.2022 | Deutschlandfunk Kultur | 54'19


Darstellung: