ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Kurt Heynicke

Der Tod von Menda


Komposition: Wilhelm Rettich


Regie: Ernst Stockinger

"Der Schauplatz dieses Hörspiels ist die spanische Stad Menda. Der geschichtliche Hintergrund der Einbruch der napoleonischen Truppen im ersten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts [1800-1810]. In den Kleinkrieg, der sich daraus entwickelt, ist die Handlung des Spiels verwoben: ein Kampf um Liebe und Pflicht zwischen der Tochter des Grafen Menda und dem französischen Kommandanten Marchand. Der Südfunk hat sich Kurt Heynicke gegenüber verpflichtet gefühlt, das Spiel zur Sendung zu bringen. Wenn sich ein junger Dichter in ernsthafter Weise mit dem Funk beschäftigt, so hat er ein Recht auf Beachtung. Zumal gerade Kurt Heynicke kein Unbekannter ist. Er hat sich mit seinen Dichtungen "Rings fallen Sterne" (1918), "Gottes Geigen" (1918), "Das namenlose Angesicht" (1919) einen Namen gemacht. Auch einige Bühnenwerke sind erschienen. Das Hörspiel "Der Tod von Menda" verzichtet bewußt auf eine besondere "akustische Kulisse". Die Geräusche dienen nur als Untermalung. Die Spannung liegt im Dialog und im Geschehen. Bei der Wiedergabe ist darauf auch besonderer Wert gelegt." (Stockinger, Ernst: Der Tod von Menda. In: Südfunk, 3. Jg., Nr. 38 vom 22. September 1929, S. 9)

"Anfang des vorigen Jahrhunderts, als Napoleon in Spanien einfiel und die Spanier sich im blutigen Guerillakrieg wehrten. Der Graf von Menda ist das Haupt einer Verschwörung gegen die Eindringlinge; Juana, seine Tochter, liebt jedoch den Kommandanten des in Menda liegenden französischen Regiments. Am Sankt Jakobstag vernichten Guerillakrieger das Regiment, nur dem Kommandanten gelingt es, mit Juanas Hilfe zu entfliehen. Die Spanier erwarten zugleich die englische Flotte, deren geheimer Gesandter längst bei Menda weilt. Aber die Flotte kommt nicht, und so findet der grausame General Gautier Zeit, Menda mit einem Strafgericht zu überziehen. Der Graf, sein Sohn und seine Tochter Juana werden zum Tode verurteilt. Dagegen empört sich das Gerechtigkeitsgefühl des Kommandanten, denn Juana ist es, die ihn gerettet hat. Aber Gautier gibt Juana nicht frei. Da flieht der Kommandant mit Juana mit Hilfe des englischen Geheimgesandten, während Gautier abziehen muss, weil die englische Flotte vor Menda erscheint und Truppen landen. Dadurch wird auch Menda und sein Sohn gerettet. Die Tochter gilt ihnen als Verräterin, und das Paar wird sich in den neuen befreiten Staaten von Amerika ein Glück zimmern, fernab von Krieg und Wahnwitz. (N. N.: Der Deutsche Rundfunk. 7. Jahrgang. Heft 27. 05. Juli 1929. S. 879)

"Die Stuttgarter Hörspielaufführung "Der Tod von Menda" von Kurt Heynicke hinterließ nicht den geschlossenen Eindruck, den man von Einstudierungen unter der Regie Ernst Stockingers sonst gewöhnt ist. Es wurde offenbar nicht genügend geprobt. Außerdem besitzt Herta Schwarz kein geeignetes Rundfunkorgan. Es wäre schon zu empfehlen, wenn auch Mitglieder des Landestheaters vor ihrem Rundfunk-Engagement auf ihre Mikroeignung geprüft würden." (Deutscher Rundfunk, 7. Jg., Heft 40 vom 04. Oktober 1929, S. 1287)

A
A

Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Kurt JunkerGraf Menda
Herta SchwarzJuana, seine Tochter
Wladimir MartinelliJuan, sein Sohn
Oskar NitschkeGonzalez, Mitverschworener
Karl RebstockRibeiro, Mitverschworener
Rudolf FernauJacques Marchand
Fritz WistenBertrand, Leutnant
Egmont RichterGeneral Gautier
Roderich ArndtLord Clifford
Carl ErnstPedro, der Hirt

Musikalische Leitung: Willy Hahn


 


Hörspiel historisch (vor 1933) - © DRA/Hanni Forrer


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

SÜRAG -Süddeutsche Rundfunk AG (Stuttgart) 1929

Erstsendung: 24.09.1929 | 21:00 Uhr | ca. 85'00


Livesendung ohne Aufzeichnung


Grundlage der Datenerhebung: Der Deutsche Rundfunk (Programmzeitschrift); Südfunk (Programmzeitschrift)


Darstellung: