Originalhörspiel

Autor/Autorin: Hubert Wiedfeld

Wernicke. Eine Familienserie (19. Folge: Was geht mich der ihr Geld an oder Wer Schlamm sät, wird Sturm ernten)

Komposition: John O'Brien-Docker
Technische Realisierung: Gerwald Gilewitz, Helga Schmüser
Regieassistenz: Marianne Meek-Therstappen

Regie: Hans Rosenhauer

  • Weitere Mitwirkende

    Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
    Edgar HoppeManfred Wernicke
    Karen HüttmannHelga Wernicke
    Annette Ehrhardt-RenkenKatrin
    Michael HeinzJens
    Karl-Ulrich MevesPaul
    Lotte BrackebuschFrau Brandes
    Christoph BantzerDrücker

Die Hörspielredaktion des NDR stellt in Co-Produktion mit dem WDR eine neue Arbeit vor: „Wernicke, Eine Familienserie“ Als Ergebnis der Programmarbeit der letzten zwei Jahre und der Gespräche mit Hörern und Autoren hat die Hörspielredaktion zusammen mit den Autoren Uwe Friesel, Margarete Jehn und Hubert Wiedfeld eine Familienserie entwickelt. Keine vordergründige, agitatorische Information, keine in seichten Klischees eingefahrene Unterhaltungsformen, sondern eine genaue dramaturgische Kombination von Spiel und Realität bestimmt diese Familienserie. Mit Knappheit und Überschaubarkeit, mit spielerischem Witz und kritischer Information werden Denkmodelle und Handlungsalternativen für den Hörer zur Diskussion gestellt. Das Leben von Familie Wernicke zu verfolgen, soll Spaß machen, soll entspannend sein: Entspannung als Lösung von Spannung, Auflösung von Spannung. Familie Wernicke lebt in Harburg. Der Vater arbeitet in der gummiverarbeitenden Industrie, die Mutter ist Hausfrau, die Tochter besucht die letzte Klasse der Volksschule, der Sohn wechselt nach der Grundschule gerade den Schultyp. Familie Wernicke ist mit ihrer Umwelt verbunden, die Probleme, mit denen sie fertig werden muß, sind zahlreich. Wernickes sind eine Familie im Prozeß, bestimmt von Umwelt, auf Umwelt reagierend. Familie Wernicke wird überall zu verfolgen sein: in ihrer Wohnung, in ihrem Stadtteil, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Urlaub. Die Umwelt der Wernickes ist auch die Umwelt des Hörers. Wernickes haben Verwandte, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen. Wernickes begegnen fremden Personen z.B. dem Lehrer, dem Gemeindepfarrer, Beamten, öffentlichen Dienststellen, Gewerkschaftlern und anderen. Diese Personen werden nicht von Schauspielern dargestellt. Warum sollten sie nicht als Berufspersonen selbst auftreten? Wernickes brauchen Informationen aus der realen Umwelt. Warum sollen sie sich diese Informationen nicht bei diesen Personen holen? Es sind die gleichen Informationen, die der Hörer braucht.

19. Folge: Bei Wernicke dreht es sich sehr oft ums Geld. aber wo ist das nicht so? - Was aber ist, wenn es mal nicht ums eigene Geld geht, sondern um das Geld der Nachbarin? Und wenn dazu noch die ganze Wohnung Kopf steht, weil Manfred Wernicke tapeziert? Sind die Wernickes bereit, sich um die Nachbarin zu kümmern, die von einem "Drücker" (Vertreter) an der Tür hereingelegt worden ist? Sind sie bereit dazu, obwohl die Nachbarin eine alte Meckertante ist?

Der deutsche Hörspielregisseur Hans Rosenhauer Ende der 1950er Jahre.
©dpa picture-alliance/Roba Archiv
Der deutsche Hörspielregisseur Hans Rosenhauer Ende der 1950er Jahre. ©dpa picture-alliance/Roba Archiv

Produktions- und Sendedaten

  • Norddeutscher Rundfunk / Westdeutscher Rundfunk 1975
  • Erstsendung: 11.05.1975 | NDR 2 | 23'56

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