Originalhörspiel
Autor/Autorin:
Samuel Beckett
German Diaries (2/4)
Vorlage: German Diaries (September 1936-April 1937) (Tagebuchaufzeichnungen, englisch/deutsch)
Übersetzung: Gaby Hartel
Bearbeitung (Wort): Gaby Hartel
Komposition: zeitblom
Dramaturgie: Sabine Küchler
Regieassistenz: Marie Permantier
Regie: Gaby Hartel, zeitblom
Weitere Mitwirkende
Sprecher/Sprecherin Sabin Tambrea Sonstige Mitwirkende Funktion Thomas Monnerjahn Ton Susanne Beyer Technik
Dezember 1936. Von Hamburg reist Beckett über Hannover und Braunschweig weiter nach Berlin. Wie hat sich die einstige europäische Hauptstadt der Kunst seit 1933 verändert?
In herrlicher Abendstimmung kommt Beckett in Berlin an, sucht sich eine Pension in der Budapester Straße, pilgert tagsüber durch die Museen der Stadt und legt riesige Strecken zu Fuß zurück. Becketts Deutsch verbessert sich rasch, er zieht abends mit seinem Wirt durch die Berliner Kneipen, folgt den Gesprächen und wird Zeuge der schleichenden Entdemokratisierung: Ein „perfekter kleiner Demagoge“ überschüttet eine junge Frau mit seiner Naziideologie, als diese „völlig ruhig Positives über Juden sagt“. Angewidert verfolgt Beckett die Reden der Nazigrößen im Radio und notiert kursierende Witze über sie. Dann schreibt er: „Bald fange ich wirklich an zu kotzen. Oder ich fahre nach Hause!"
Weitere Informationen
Samuel Beckett (1906 in Dublin geboren, 1989 in Paris gestorben) zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. 1969 erhielt er den Literaturnobelpreis. Beckett ist dem breiten Publikum hauptsächlich durch seine Dramen, insbesondere „Warten auf Godot“, bekannt, verfasste aber auch Prosa und Lyrik.

Produktions- und Sendedaten
- Deutschlandfunk (Deutschlandradio) 2026
- Erstsendung: 12.09.2026 | Deutschlandfunk | 20:05 Uhr | 50'21
- Geplante Wiederholungen:
16.09.2026 | Deutschlandfunk Kultur | 18:30 Uhr